Time Machine mit NAS geht nicht mehr: was tun?
Time Machine auf ein NAS ist bequem, bis eine Meldung wie „Das Backup-Volume konnte nicht gefunden werden“ oder „Datenträger nicht unterstützt“ erscheint. Meist liegt es an einer von wenigen Ursachen.
1. Ist die Freigabe für Time Machine eingerichtet?
Time Machine sichert auf ein NAS nur über SMB und nur auf eine Freigabe, die das NAS ausdrücklich als Time-Machine-Ziel anbietet. Bei Synology heißt die Option in der Systemsteuerung unter Dateidienste › SMB › Erweitert „Bonjour Time Machine-Übertragung über SMB“, danach wählst du die Freigabe aus. Bei QNAP steht sie unter Netzwerk- und Dateidienste › Win/Mac/NFS. Prüfe außerdem, dass SMB 3 als höchstes Protokoll erlaubt ist.
2. Firmware und macOS aktuell?
Nach größeren macOS-Updates passen NAS-Hersteller ihre SMB-Dienste oft an. Installiere die aktuelle Firmware deines NAS und die neueste macOS-Version. Lies die Versionshinweise des Herstellers: Bekannte Probleme mit Time Machine stehen dort meist zuerst.
3. Kontingent und Platz
Ist die Freigabe voll oder das Kontingent erreicht, bricht Time Machine ab. Lege für Time Machine ein festes Kontingent fest, das etwa doppelt so groß ist wie die Daten auf deinem Mac, und lass dem NAS freien Platz.
4. Das Backup selbst prüfen
Bei Netzwerk-Backups kann Time Machine die Sicherung prüfen: Halte die Wahltaste gedrückt, klicke auf das Time-Machine-Symbol in der Menüleiste und wähle „Backups überprüfen“. Meldet macOS, dass das Backup beschädigt ist, hilft oft nur ein neues Backup. Benenne das alte Sparsebundle vorher um, statt es zu löschen.
5. Neu verbinden
Entferne das Ziel in den Systemeinstellungen unter Allgemein › Time Machine und füge es neu hinzu. Verbinde dich dabei im Finder einmal mit der Freigabe (Gehe zu › Mit Server verbinden, smb://nas.local/TimeMachine) und lass die Anmeldung im Schlüsselbund sichern.
Plan B: ein zweites Backup, das nicht von Time Machine abhängt
Wenn Time Machine trotzdem hakt, sichere deine Dateien zusätzlich mit einem anderen Werkzeug auf dieselbe oder eine andere Freigabe. restic, das Open-Source-Programm hinter Lifeboat, schreibt auf jede eingehängte SMB-Freigabe und braucht keine besondere Time-Machine-Unterstützung des NAS. So hängt dein Backup nicht an einer einzigen Funktion.
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